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Risikozuschlag-Rechner BU: Was ein Aufschlag über die Laufzeit kostet

Ein Aufschlag auf den BU-Beitrag wirkt klein, solange man nur den ersten Monat sieht. Der Rechner zeigt, was ein frei gewähltes Szenario über die Laufzeit kostet – und was es für die Rente bedeuten könnte. Das Szenario ist eine Rechenannahme, keine Aussage über Sie.

Redaktion BU-Vorerkrankung.de Aktualisiert am 25. Oktober 2026 6 Min. Lesezeit
Inhalt (6 Abschnitte)
  1. Was ein Risikozuschlag ist – und was nicht
  2. So rechnet das Szenario
  3. Wie liest man das Ergebnis richtig?
  4. Welche Faktoren beeinflussen den Beitrag unabhängig vom Zuschlag?
  5. Zuschlag, Ausschluss oder anderer Versicherer – wie entscheiden?
  6. Grenzen des Szenarios
Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Risikozuschlag ist ein Aufschlag auf den Beitrag; daneben kennen Versicherer Ausschlussklauseln, Zurückstellung und Ablehnung (Leitfaden eines Versicherers, 10/2025).
  • Eine allgemein gültige Höhe von BU-Zuschlägen ist nicht belegt; ein Versicherer nennt in seinem Leitfaden als Beispiel 12 % wegen BMI oder Rauchverhalten.
  • Der Rechner arbeitet mit einem frei gewählten Szenario und einem Beispielbeitrag – beides sind Rechenannahmen.
  • Wird ein Umstand ausgeschlossen oder die Prämie bei Vertragsanpassung um mehr als 10 % erhöht, besteht ein Sonderkündigungsrecht binnen eines Monats (§ 19 Abs. 6 VVG).

Ein Risikozuschlag ist ein prozentualer Aufschlag auf den BU-Beitrag. Bei einem Beispielbeitrag von 70 € im Monat kostet ein Szenario von 25 % über 35 Jahre ohne Beitragsanpassung rund 7.350 € mehr (Modellrechnung, Stand Oktober 2026) – ob und in welcher Höhe ein Versicherer überhaupt einen Aufschlag verlangt, zeigt erst eine anonyme Risikovoranfrage.

Der Beitrag ist ein Beispielwert, das Szenario eine Rechenannahme – beides sagt nichts über Ihre Gesundheit. Die Berechnung läuft in Ihrem Browser; nichts wird gespeichert oder übertragen.

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Mehrbeitrag pro Monat im 1. Jahr
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Mehrkosten über die gesamte Laufzeit
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Gesamtbeitrag mit Aufschlag
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Rente bei gleichem Gesamtbudget (grobe Orientierung)

Modellrechnung, Stand Oktober 2026: Aufschlag als fester Prozentsatz des Beitrags; Beitragsanpassung gleichmäßig pro Jahr; Mehrkosten = Summe der Jahresbeiträge × Aufschlag. „Rente bei gleichem Gesamtbudget“ = Rente ÷ (1 + Aufschlag) unter der vereinfachten Annahme, dass der Beitrag proportional zur Rente steigt – in der Praxis gilt das nur näherungsweise. Nicht berücksichtigt: Überschussbeteiligung, Steuereffekte, Dynamik, Beitragsbefreiung. Kein Angebot, keine Empfehlung. Keine Rechtsberatung.

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Was ein Risikozuschlag ist – und was nicht

Bei der Risikoprüfung kann ein Versicherer laut dem Leitfaden eines Versicherers (10/2025) normal annehmen, eine Ausschlussklausel und/oder einen Risikozuschlag vereinbaren, den Antrag zurückstellen, ablehnen, die Absicherungshöhe reduzieren oder die Berufsgruppe anpassen. Beim Risikozuschlag bekommen Sie vollen Schutz, zahlen aber mehr; bei der Ausschlussklausel wird der Antrag angenommen, eine bestimmte Vorerkrankung oder ein Körperbereich ist aber vom Schutz ausgenommen – andere Ursachen bleiben versichert (LV 1871, 07.08.2026). Dieser Rechner betrachtet nur den Zuschlag. Eine Ausschlussklausel hat keinen Preis, aber einen anderen „Preis“: Tritt die Berufsunfähigkeit wegen des ausgeschlossenen Bereichs ein, besteht kein Anspruch.

Eine allgemeine Spanne für Zuschläge in der BU nennen wir bewusst nicht. Eine amtliche oder wissenschaftlich belegte Statistik haben wir nicht gefunden, und die Höhe hängt von Versicherer, Vorgeschichte und Beruf ab. Das einzige belegte Beispiel in unseren Quellen: Ein Versicherer weist in seinem Leitfaden einen Risikozuschlag von 12,00 % wegen BMI oder Rauchverhalten aus; weicht der BMI stärker vom Normalwert ab, sei ein zusätzlicher Zuschlag nötig. Eine Überprüfung ist dort bei geändertem Lebensstil auf Wunsch jederzeit möglich. Ob das bei anderen Versicherern gilt, müssen die Bedingungen zeigen.

So rechnet das Szenario

  • Mehrbeitrag im 1. Jahr = Beitrag × Aufschlag. Bei 70 € und 25 % sind das 17,50 € im Monat.
  • Mehrkosten über die Laufzeit = Summe aller Jahresbeiträge × Aufschlag. Bei 70 €, 35 Jahren und ohne Anpassung: 70 € × 12 × 35 = 29.400 €; davon 25 % = 7.350 €.
  • Rente bei gleichem Budget = Rente ÷ (1 + Aufschlag): 1.500 € ÷ 1,25 = 1.200 €. Das ist eine grobe Orientierung zur Frage „mehr zahlen oder weniger absichern?“.

Mit einer jährlichen Beitragsanpassung wächst auch der Aufschlag in Euro mit, weil er ein Prozentsatz des Beitrags ist. Wer unsicher ist, wählt im Rechner 1 bis 3 % und sieht den Unterschied.

Eigene Modellrechnung, Beispielbeitrag 70 € pro Monat, 35 Jahre, ohne Beitragsanpassung; Stand Oktober 2026. Die Zuschlagssätze sind Szenarien, keine Marktangaben.
SzenarioMehrbeitrag pro MonatMehrkosten in 35 JahrenRente bei gleichem Budget (von 1.500 €)
10 %7,00 €2.940 €1.364 €
25 %17,50 €7.350 €1.200 €
50 %35,00 €14.700 €1.000 €
100 %70,00 €29.400 €750 €

Der Beispielbeitrag von 70 € ist eine Rechengröße, keine Marktangabe. Was eine BU für Ihren Beruf und Ihr Alter kostet, hängt stark von Beruf, Eintrittsalter und Rente ab; einen Überblick über Beitragsspannen gibt die Liste der BU-Berufsgruppen.

Wie liest man das Ergebnis richtig?

Als Rechenbeispiel für die Frage „Was kostet mich ein Aufschlag über die Zeit – und was bedeutet er für meine Rente?“ Es ist keine Vorhersage. Sie sehen, wie stark die Laufzeit den Effekt vergrößert, und können Szenarien mit Ihrem Budget vergleichen.

  • Kleiner Monatsbetrag, große Summe: 17,50 € im Monat wirken harmlos; über 35 Jahre sind es 7.350 €. Die Summe wächst mit der Laufzeit und bei jeder Beitragsanpassung.
  • Rente oder Budget: Wer das Budget festhält, bekommt weniger Rente; wer die Rente festhält, zahlt mehr. Die Zeile „Rente bei gleichem Budget“ zeigt die zweite Sicht.
  • Zuschlag oder Ausschluss: Der Ausschluss kostet nichts im Beitrag, nimmt aber einen Bereich vom Schutz aus. Welche Variante weniger Risiko für Ihren Beruf bedeutet, bespricht der Experte mit Ihnen.

Welche Faktoren beeinflussen den Beitrag unabhängig vom Zuschlag?

Beruf, Eintrittsalter, Rentenhöhe, Laufzeit und Tarif. Finanztest nennt bei seinem Beispiel (30-jähriger Controller, 2.000 € Rente, Laufzeit bis 67) Jahresbeiträge zwischen 643 € und 3.071 € – also einen Faktor von rund 4,8 zwischen den Tarifen (Stiftung Warentest, 15.05.2024). Deshalb lohnt ein Vergleich mehrerer Voten.

Diese Spanne zeigt: Der Unterschied zwischen zwei Versicherern kann größer sein als ein Aufschlag. Ein Zuschlag ist darum nie die ganze Geschichte – der Grundbeitrag des gewählten Tarifs und die Bedingungen zählen ebenso. Wer den Grundbeitrag senken möchte, hat Stellschrauben: Rentenhöhe, Laufzeit, Beruf und Tarif. Beiträge nach Beruf und Alter zeigt die Übersicht zu den BU-Kosten.

Zuschlag, Ausschluss oder anderer Versicherer – wie entscheiden?

Das spricht für den Zuschlag

  • Der Schutz bleibt vollständig – auch für die Ursache, die zum Aufschlag führte.
  • Das Szenario lässt sich durchrechnen, die Mehrkosten sind überschaubar planbar.
  • Eine spätere Überprüfung ist bei manchen Versicherern auf Wunsch möglich (Beispiel Leitfaden 10/2025).

Das klärt der Partner-Experte mit Ihnen

  • Vergleich: Dieselbe Vorgeschichte wird je Versicherer unterschiedlich bewertet – Zuschlag, Ausschluss oder Normalannahme.
  • Ausschluss: Ist der ausgeschlossene Bereich für Ihren Beruf relevant? Ausschlussklausel erklärt.
  • Vor Vertragsschluss frei entscheiden: Ein Angebot mit Zuschlag oder Ausschluss müssen Sie nicht annehmen. Das Sonderkündigungsrecht nach § 19 Abs. 6 VVG (Prämienerhöhung über 10 % oder Ausschluss, Kündigung binnen eines Monats) betrifft dagegen nur die nachträgliche Vertragsanpassung wegen einer verletzten Anzeigepflicht.

Grenzen des Szenarios

  • Das Szenario ist keine Prognose und keine Aussage, dass Ihnen ein Aufschlag in dieser Höhe berechnet würde.
  • Die proportionale Rentenannahme ist eine Vereinfachung; reale Tarife berücksichtigen Rentenhöhe, Laufzeit und Beruf unterschiedlich.
  • Der Rechner ersetzt keine Beratung. Echte Voten liefert die anonyme Risikovoranfrage; die Schritte dahin zeigt der Voranfrage-Fahrplan. Mehr zum Thema: Risikozuschlag in der BU.

Häufige Fragen

Wie hoch ist ein Risikozuschlag in der BU?

Eine allgemein gültige oder amtlich erhobene Höhe haben wir nicht gefunden; sie hängt von Versicherer, Vorgeschichte und Beruf ab. Als Beispiel nennt der Leitfaden eines Versicherers einen Zuschlag von 12,00 % wegen BMI oder Rauchverhalten. Welcher Aufschlag in Ihrem Fall überhaupt verlangt würde, zeigt erst die anonyme Risikovoranfrage.

Was ist besser: Zuschlag oder Ausschlussklausel?

Das lässt sich nicht pauschal sagen: Bei einem Zuschlag bleibt der Schutz vollständig, es kostet mehr. Bei einer Ausschlussklausel ist ein Bereich vom Schutz ausgenommen, andere Ursachen bleiben versichert (LV 1871, 07.08.2026). Welche Variante besser passt, hängt vom Beruf, vom Risiko und vom Beitrag über die Jahre ab – ein Partner-Experte rechnet beides mit Ihnen durch.

Kann ein Risikozuschlag wieder wegfallen?

Manche Versicherer überprüfen einen Zuschlag auf Wunsch, wenn sich der Grund dauerhaft ändert – ein Versicherer nennt zum Beispiel eine Überprüfung bei dauerhaft normalem BMI oder nach mindestens einem Jahr als Nichtraucher (Leitfaden 10/2025). Ob und wann das bei Ihrem Vertrag möglich ist, steht in den Vertragsbedingungen.

Warum rechnet der Rechner mit einem Szenario statt mit meinem Zuschlag?

Weil wir keine Gesundheitsdaten abfragen und Ihren Zuschlag nicht kennen. Das Szenario zeigt nur die Arithmetik eines Prozentaufschlags. Echte Zahlen liefert die Voranfrage.

Sind meine Eingaben anonym?

Ja. Die Berechnung läuft in Ihrem Browser; beim Anfordern des Fahrplans per E-Mail werden keine Rechnerwerte übertragen.

Quellen

  1. Die Bayerische: Leitfaden Berufsunfähigkeitsversicherung (mögliche Entscheidungen, Beispiel Zuschlag 12 %, Überprüfung) – Stand 10/2025
  2. LV 1871: Ausschlusskriterien bei der Berufsunfähigkeitsversicherung – Stand 07.08.2026
  3. § 19 VVG – Rechtsfolgen und Kündigungsrecht (Abs. 6) – abgerufen 24.10.2026
  4. Finanztip: Was kostet eine BU? (Einordnung der Beitragshöhe) – Stand 27.05.2026
Redaktion BU-Vorerkrankung.de

Unsere Beiträge stützen sich auf Gesetze, Angaben von Behörden und Verbänden sowie veröffentlichte Unterlagen der Versicherer – jeweils mit Stand. So arbeiten wir.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Berufsunfähigkeitsversicherung mit Vorerkrankungen (Stand: 25. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Gesundheitliche Angaben auf dieser Seite sind allgemeine Erfahrungswerte aus genannten Quellen, keine Prognose und keine ärztliche Beratung; über Annahme, Zuschlag oder Ausschluss entscheidet allein der Versicherer. Herausgeber: BU-Vorerkrankung.de. BU-Vorerkrankung.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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